Mittwoch, 24. Juli 2024
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Berlin: Fast jede sechste Trauung ist gleichgeschlechtlich

Die meisten schwulen und lesbischen Ehen sind ein "Upgrade" von der Lebenspartnerschaft

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Berlin wird seinem Ruf als Hauptstadt der deutschen Community wieder gerecht: Fast jedes sechste Paar, das sich im letzten Jahr auf einem Standesamt der Hauptstadt das Ja-Wort gegeben hat, war schwul oder lesbisch. In Brandenburg war die Zahl deutlich geringer. Das geht aus den Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hervor.

Mehr als 2.500 schwule und lesbische Ehepaare in den ersten 15 Monaten

So gab es von der Öffnung der Ehe am 1. Oktober 2017 bis zum Jahresende 2018 in Berlin insgesamt 15.660 Eheschließungen – davon waren 2.540 gleichgeschlechtlich, das sind genau 16,2 Prozent aller Hochzeiten.

Dass die Zahlen so hoch sind, liegt nicht nur an einer gewissen Begeisterung anlässlich der Öffnung der Ehe. Denn für 1.551 Paare, das sind 61 Prozent, war die Eheschließung ein „Upgrade“ – sie lebten bereits vorher in einer Eingetragenen Lebensgemeinschaft.

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Schwule Paare sind in Berlin in der Überzahl, in Brandenburg haben lesbische Paare einen leichten Vorsprung

Während sich in Nordrhein-Westfalen Männer- und Frauenpaare ungefähr die Waage hielten, waren in Berlin die Männer in der Überzahl: Mit 1.637 Eheschließungen machten sie fast zwei Drittel aus, gegenüber 903 Frauenpaaren.

Deutlich anders sieht die Situation in Brandenburg aus. Dort gab es seit Oktober 2017 nur 903 gleichgeschlechtliche Eheschließungen, was 5,9 Prozent aller im Bundesland geschlossenen Ehen sind. Auch hier wandelten mit 550 Paaren mehr als die Hälfte ihre Eingetragene Lebenspartnerschaft in eine Ehe um.

Anders als in Berlin haben in Brandenburg die Frauen mit 53 Prozent einen leichten Vorsprung bei der Zahl der geschlossenen gleichgeschlechtlichen Ehen: 481 Frauenpaare stehen hier 422 Männerpaaren gegenüber.