Mittwoch, 24. Juli 2024
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Singapur: Knappe Mehrheit für Öffnung der Ehe

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Eine knappe Mehrheit der Einwohner Singapurs befürwortet die rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren und die Möglichkeit von Adoptionen. Auch unterstützen sie Gesetze, welche die Diskriminierung sexueller Minderheiten verbieten. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des renommierten Instituts Ipsos hervor.

54 Prozent der Befragten für eine Öffnung der Ehe

Die Umfrage hat ergeben, dass 54 Prozent der Befragten dafür sind, dass gleichgeschlechtliche Paare heiraten können. Sogar 57 Prozent sind dafür, dass sie das Recht haben sollten, Kinder zu adoptieren. Nur 25 Prozent waren gegen die Ehe-Öffnung, 30 Prozent gegen die Öffnung der Adoption. Bei beiden Fragen waren viele Befragte unsicher oder hatten keine Meinung.

Das ist ein deutliches Zeichen für die Regierung und ein Hoffnungsschimmer für die Community: In der Verfassung von Singapur ist die Ehe als Verbindung von Mann und Frau definiert. Die Umfragewerte könnten darauf hindeuten, dass diese Definition nun geändert werden könnte.

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Drei Viertel sind für einen Schutz vor Diskriminierung

Noch höher ist die Zustimmung für einen Schutz vor Diskriminierung für LGBTI-Personen. Fast drei Viertel der Befragten waren der Meinung, dass sexuelle Minderheiten einen Diskriminierungsschutz in der Arbeit oder dem Wohnrecht haben sollten, obwohl nur 40 Prozent eine entsprechende Gesetzgebung befürworteten.

Zwanzig Prozent der Befragten waren gegen einen Diskriminierungsschutz, 40 Prozent waren unsicher. Derzeit gibt es in Singapur keine speziellen Antidiskriminierungsgesetze zum Schutz sexueller Minderheiten.

Die Umfrage zeigte, dass die Unterstützung für sexuelle Minderheit unter jüngeren Befragten am höchsten ist, verglichen mit älteren Generiationen. Singapur hatte erst vor zwei Jahren ein Gesetz aus der Kolonialzeit aufgehoben, das gleichgeschlechtlichen Sex unter Strafe stellte.